ZeitgenössischKultur19. JahrhundertBildung und kulturelle Vereinigungen

Pädagoge und Leiter kultureller Einrichtungen

Leiter des Colegio de San Agustín und kultureller Vereinigungen in Las Palmas. Als Gründer, Schatzmeister und Vizepräsident von El Museo Canario blieb er auch im Gedächtnis seiner früheren Schüler präsent.

Frühe Jahre

Diego Mesa de León wurde am 26. Juli 1837 in Las Palmas geboren. Er besaß einen Bachillerabschluss in den Künsten und widmete einen wesentlichen Teil seines Lebens dem Unterricht und den kulturellen Vereinigungen Gran Canarias. Er leitete das Colegio de San Agustín, stand der Philharmonischen Gesellschaft und dem Gabinete Literario vor und war Direktor der Real Sociedad Económica de Amigos del País. Seine Verbindung zu El Museo Canario begann mit dessen Gründung. Über Jahrzehnte übernahm er dort Aufgaben in der Finanzverwaltung und in den Leitungsgremien.

Historische Rolle

Die institutionelle Biografie von Juan R. Gómez-Pamo nennt für seine Leitung des Colegio de San Agustín den Zeitraum von 1881 bis 1915. Zu seinen Schülern gehörten Tomás Morales und Rafael Romero Quesada, der unter dem Namen Alonso Quesada bekannt wurde. Beide erinnerten sich in ihren Texten an ihren Lehrer. Nach seinem Tod widmete ihm der Diario de Las Palmas eine Gedenkausgabe, die am 29. November 1915 erschien. Darin standen Beiträge von Morales, Francisco González Díaz, Domingo Doreste, Luis Doreste Silva und Quesada. Die Beteiligung früherer Schüler belegt, wie seine Erinnerung im literarischen Leben der Insel fortwirkte.

Als Präsident der Philharmonischen Gesellschaft war er an deren Neuordnung, der Einführung neuer Satzungsregeln und der rechtlichen Registrierung beteiligt. Die Museumsbiografie beschreibt seine Bemühungen, die Beziehungen zwischen Vorstand und Musikern zu verbessern und die Instrumentalisten in die Gesellschaft einzubinden. Er legte das Amt 1906 nieder und wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt. Mit Camille Saint-Saëns verband ihn eine Freundschaft. Der Komponist war sein Gast im Familienhaus in Bandama. Die Geschichte des Gabinete Literario nennt außerdem seine Präsidentschaften von 1869 bis 1873 sowie im Jahr 1897.

Seine Arbeit für El Museo Canario ist durch konkrete Ämter und Zeiträume dokumentiert. Von 1882 bis 1887 war er Schatzmeister, von 1896 bis 1899 zweiter Vizepräsident und anschließend bis zu seinem Tod erster Vizepräsident. Daneben wirkte er als Stadtrat und kommissarischer Bürgermeister von Las Palmas, leitete Einrichtungen der Wohlfahrt und das meteorologische Zentrum der Stadt und war Vizepräsident der Provinzvertretung. Diese öffentlichen Aufgaben begleiteten seine Tätigkeit in Unterricht und Kultur.

Vermächtnis

Er heiratete Luisa López Massieu, eine Tochter von Antonio López Botas. Das Ehepaar hatte elf Kinder. Sein Tod trat am 25. Juli 1915 in Las Palmas ein. Eine Straße und der Platz Mesa de León bewahren seine Erinnerung in der Nähe jener Orte, an denen er unterrichtet hatte. Luis Doreste Silva setzte sich für eine städtische Ehrung ein, aus der die Bronzebüste des Bildhauers Plácido Fleitas hervorging. Die institutionelle Biografie verbindet dieses Denkmal mit dem Einfluss seines Unterrichts auf Menschen, die später das kulturelle Leben Gran Canarias mitgestalteten.

Quellen und Abgleich