
Arzt und ehemaliger Regierungspräsident der Kanaren
Román Rodríguez Rodríguez leitete von 1999 bis 2003 die Regierung der Kanaren, nachdem er Aufgaben in der Gesundheitsverwaltung übernommen hatte.
Arzt und ehemaliger Regierungspräsident der Kanaren · 1956–Heute

Arzt und ehemaliger Regierungspräsident der Kanaren
Román Rodríguez Rodríguez leitete von 1999 bis 2003 die Regierung der Kanaren, nachdem er Aufgaben in der Gesundheitsverwaltung übernommen hatte.
Román Rodríguez wurde am 1. März 1956 in San Nicolás de Tolentino geboren, einem Ort, der heute als La Aldea de San Nicolás auf der Insel Gran Canaria bekannt ist. Er absolvierte ein Studium der Medizin und Chirurgie an der Universität La Laguna. Nach Abschluss seines Studiums arbeitete er zehn Jahre lang als praktizierender Arzt und war im Gesundheitswesen der Kanarischen Inseln klinisch tätig. Seine berufliche Erfahrung im Gesundheitssektor sammelte er, bevor er leitende Aufgaben in der öffentlichen Gesundheitsverwaltung übernahm.
Im politischen und organisatorischen Bereich war Rodríguez Mitbegründer der Unión Nacionalista de Izquierdas und trat 1991 der ICAN, einer regionalen politischen Gruppierung, bei. 1993 wurde er zum Generaldirektor für Gesundheitsfürsorge ernannt, wo er die Organisation und Bereitstellung medizinischer Leistungen im gesamten Archipel leitete. Zwei Jahre später, 1995, übernahm er die Leitung des Kanarischen Gesundheitsdienstes, der für die Verwaltung und Koordination des öffentlichen Gesundheitswesens in der Region zuständig ist und die Ressourcen sowie die Planung der Gesundheitsdienste auf den Inseln überwacht.
Am 14. und 15. Juli 1999 wurde Román Rodríguez vom Parlament der Kanarischen Inseln zum Präsidenten der Regionalregierung gewählt und am 16. Juli desselben Jahres offiziell ernannt. Die Regierung der Kanarischen Inseln, die nach Inkrafttreten des Autonomiestatuts am 16. August 1982 eingerichtet wurde, ist das Exekutivorgan der autonomen Gemeinschaft und für die Leitung und Koordination der regionalen Verwaltung sowie die institutionelle Vertretung zuständig. Der Präsident wird vom Parlament gewählt und vom König ernannt; er ist für die Ernennung des Vizepräsidenten und der Minister sowie für die Leitung und Koordination der Regierungsarbeit verantwortlich. Rodríguez hatte das Amt des Präsidenten bis 2003 inne und erfüllte die Aufgaben im Rahmen der durch das Autonomiestatut und die geltende Gesetzgebung festgelegten Institutionen.
Nach seiner regionalen Präsidentschaft vertrat er Las Palmas von 2004 bis 2008 im spanischen Kongress und leitete dessen Ausschuss für öffentliche Verwaltungen. Ab 2005 führte er Nueva Canarias, wie seine Biografie für die zehnte Wahlperiode des Regionalparlaments festhält. Im Inselrat von Gran Canaria übernahm er zwischen 2007 und 2011 Aufgaben in den Bereichen Wirtschaftsentwicklung, öffentliche Arbeiten, Infrastruktur und Verkehr. In den 2011 und 2015 begonnenen Wahlperioden kehrte er in das Regionalparlament zurück. Von 2015 bis 2019 war er Sprecher seiner Fraktion und nahm damit zusätzlich zur parlamentarischen Mitgliedschaft eine Funktion innerhalb der Organisation seines parlamentarischen Gruppenverbandes wahr.
2019 kehrte er als Vizepräsident der kanarischen Regierung und Minister für Finanzen, Haushalt und europäische Angelegenheiten in die regionale Exekutive zurück. Seine Ernennung zum Vizepräsidenten erfolgte am 17. Juli 2019. Damit übernahm er nach seinen Aufgaben im Kongress, im Inselrat und im Regionalparlament erneut ein Amt innerhalb der Regierung der autonomen Gemeinschaft.