
Rechtsanwalt und Kulturförderer
Er verband seine Anwaltstätigkeit mit Journalismus und Kulturförderung. Er wirkte am Projekt Ciudad del Mar mit und war während einer mit dem Bürgerkrieg verbundenen Phase Präsident von El Museo Canario.
Rechtsanwalt und Kulturförderer · 1893–1952

Rechtsanwalt und Kulturförderer
Er verband seine Anwaltstätigkeit mit Journalismus und Kulturförderung. Er wirkte am Projekt Ciudad del Mar mit und war während einer mit dem Bürgerkrieg verbundenen Phase Präsident von El Museo Canario.
Rafael Cabrera Suárez wurde am 8. August 1893 in Las Palmas de Gran Canaria geboren. Er starb am 19. Oktober 1952. Als Rechtsanwalt und Intellektueller verband er die juristische Praxis mit Journalismus, kulturellem Leben und Veränderungen der Stadt. Seine Beziehung zu El Museo Canario bestand mehr als dreißig Jahre. Die nach ihm benannte Avenida erinnert zugleich an seine Mitarbeit am Projekt Ciudad del Mar, das mit der Erweiterung des Stadtviertels Triana verbunden war.
Seine erste Ausbildung erhielt er am Colegio de San Agustín. Anschließend schloss er ein Jurastudium an der Universität Granada ab. Er kehrte in seine Heimatstadt zurück und eröffnete eine Kanzlei. Er gehörte dem Ilustre Colegio de Abogados de Las Palmas an und beriet Unternehmen. Dabei beschäftigte er sich mit Fragen der städtischen Stromversorgung, mit Konzessionen im Hafen La Luz und mit Angelegenheiten der Wasserwirtschaft. Seine berufliche Tätigkeit stand somit in Verbindung mit Problemen, die öffentliche Dienste und Interessen der Insel betrafen.
Literatur und Kunst bildeten einen weiteren Bereich seines Lebens. Neben der Anwaltstätigkeit unterrichtete er universitäre Fächer und arbeitete journalistisch. Er schrieb für Ecos und El espectador und kam in diesen Zusammenhängen mit Schriftstellern, Künstlern und Lehrenden in Kontakt. Die Biografie von Eduardo Falcón Marrero nennt darunter Tomás Morales, Alonso Quesada, Claudio de la Torre, Saulo Torón und Agustín Millares Carlo. Diese Beziehungen gehören zu einer kulturellen Laufbahn, die über seine professionelle Arbeit als Jurist hinausging.
Er beteiligte sich auch am politischen Leben. Er war mit der Unión General de Trabajadores verbunden, schrieb für El socialista und übernahm für kurze Zeit kommunale Aufgaben sowie Ämter auf Inselebene. Während seine Kanzlei zunehmend seine Zeit beanspruchte, konzentrierte sich seine kulturelle Arbeit auf El Museo Canario. Zu dieser Einrichtung hatte er schon seit seiner Jugend eine Beziehung. Fast zwei Jahrzehnte lang übernahm er Aufgaben im Vorstand; vier Jahre lang war er Präsident. Die genauen Grenzen dieser Amtszeiten werden hier nicht festgelegt, da sie eine gesonderte Untersuchung der Dokumente erfordern.
Der institutionelle Artikel ordnet seine Präsidentschaft in den Zusammenhang des Bürgerkriegs ein. Er beschreibt das Museum als Treffpunkt und Zufluchtsort für verfolgte progressive Intellektuelle. Dabei handelt es sich um die historische Deutung des Autors über die kulturelle Rolle der Gesellschaft in jener Zeit. Cabrera blieb der Einrichtung bis zu seinen letzten Lebenstagen verbunden. Sein Beitrag lässt sich damit sowohl auf die formalen Aufgaben in der Verwaltung als auch auf den Erhalt eines Ortes für geistigen Austausch beziehen.
Bei der Stadtentwicklung wirkte er wesentlich am Projekt Ciudad del Mar mit. Das Unternehmen Cidelmar S. A. führte es zur Gewinnung von Land aus dem Meer neben Triana aus. Vorgesehen waren eine Küstenstraße, die Avenida Marítima, und eine im Inneren gelegene Straße mit neuen Gebäuden, die heutige Avenida Rafael Cabrera. Diese verläuft vom Umfeld des Teatro Pérez Galdós bis zum früheren Hafen von Las Palmas bei San Telmo. Sein Andenken verbindet somit die Geschichte der städtischen Dienste und der Stadterweiterung mit dem juristischen, journalistischen und kulturellen Wirken eines in mehreren Institutionen Gran Canarias tätigen Mannes.