Die Behandlung der kanarischen Gentilize im DRAE: Analyse und Kritik - Sprache
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Im “Catálogo de los gentilicios canarios” widmet Gonzalo Ortega Ojeda ein eigenes Kapitel der Analyse, wie das Wörterbuch der Real Academia Española (DRAE) die kanarischen Gentilize behandelt. Dabei werden sowohl positive Aspekte als auch zahlreiche Mängel und Auslassungen hervorgehoben [1].

Laut Ortega Ojeda ist die Behandlung der kanarischen Gentilize im DRAE unzureichend und teilweise fehlerhaft. Obwohl die Aufnahme von Gentilize in ein allgemeines Wörterbuch diskutiert werden kann, rechtfertigt die Vielfalt und der breite Gebrauch bestimmter Formen im Spanischen ihre Präsenz, insbesondere wenn sie einen offiziellen oder halb-offiziellen Status erreicht haben [1].

Der Katalog lobt, dass das DRAE einige Gentilize wie “gomero, ra”, “herreño, ña”, “palmero, ra”, “lanzaroteño, ña” und “majorero, ra” korrekt wiedergibt. Kritisiert wird jedoch, dass andere, wie “canario, ria”, nicht angemessen berücksichtigt werden. Nach Ortega Ojeda sollte “canario, ria” auch die Bedeutung für Einwohner von Gran Canaria enthalten, da dieser Gebrauch besonders bei älteren Sprechern anderer Inseln verbreitet ist [1].

Des Weiteren weist Ortega Ojeda darauf hin, dass das DRAE “canario” fälschlicherweise für Einwohner von “Canalones” (sic) in Uruguay aufführt, obwohl dies historisch durch die Ansiedlung kanarischer Familien in dieser Region zu erklären ist [1].

Begriffe wie “canariense” werden laut Katalog nur in sehr speziellen Kontexten verwendet, etwa in der Wendung “diócesis canariense” für die Diözese Las Palmas [1].

Auch Ableitungen wie “canarismo” werden kritisch betrachtet: Die zweite Bedeutung im DRAE – “Liebe oder Zuneigung zu den typischen Dingen der Kanarischen Inseln” – wird als “phantastisch” und im realen Sprachgebrauch nicht existent bezeichnet. Gleichzeitig fehlt das tatsächlich verwendete Wort “canariedad” im DRAE [1].

Bei populären oder abwertenden Gentilize stellt der Katalog fest, dass “canarión” korrekt als abwertend aufgenommen wurde, die Kurzform “chicha” jedoch fehlt. Die Definition von “chicharrero, ra” sei unvollständig, da sie nur die metonymische Bedeutung für “Tinerfeño” aufführt, während auf Teneriffa auch speziell die Einwohner von Santa Cruz de Tenerife so genannt werden [1].

Abschließend wird das Fehlen von Begriffen wie “conejero, ra” (aus Lanzarote) im DRAE kritisiert, obwohl diese weit verbreitet und heute neutral gebraucht werden [1].

Der Katalog empfiehlt daher eine umfassende Überarbeitung des DRAE, um die tatsächliche Vielfalt und den Gebrauch der kanarischen Gentilize angemessen abzubilden [1].

Quellen