Die Frage, welches Team als ältestes in der Lucha Canaria auf Gran Canaria gilt, ist seit Jahrzehnten umstritten. Laut Falcón Falcón, José Roque, hält die verbreitete Meinung, Adargoma sei das älteste Team, einer genauen Prüfung hinsichtlich Organisation und offizieller Registrierung nicht stand[1].
Der Autor definiert zwei zentrale Begriffe: “Team” und “ältestes”. Ein Team muss demnach eine organisierte Gruppe mit klarer Struktur, Leitung und einheitlicher Kleidung sein. “Ältestes” bedeutet das am längsten bestehende innerhalb einer Gemeinschaft[1].
Falcón Falcón, José Roque, argumentiert, dass der Titel des ältesten Teams demjenigen zusteht, das nicht nur am längsten existiert, sondern auch bei Gründung der Provinzialen Lucha-Föderation von Las Palmas 1946 organisiert und registriert war. Nur vier Teams erfüllten diese Kriterien: Los Guanches de Arucas, Adargoma de San José, Tumbador del Puerto und Ajódar de Guía[1].
Die Analyse der Vorkriegszeit (1940er Jahre) zeigt, dass der Norden Gran Canarias, insbesondere Arucas und Gáldar, die Lucha-Tradition aufrechterhielt, während der Süden und Las Palmas weniger organisiert waren. Los Guanches de Arucas und Unión de Luchadores de Gáldar waren die aktivsten und bestorganisierten Teams dieser Zeit[1]. Allerdings wurde die Unión de Luchadores de Gáldar nie offiziell registriert, was sie laut Autor von der Bezeichnung als ältestes Team ausschließt[1].
Bezüglich Adargoma verfolgt Falcón Falcón, José Roque, dessen Ursprünge bis zum Team San José zurück, das erstmals im Juli 1943 erwähnt wird. Dieses Team war jedoch nicht so organisiert oder wettbewerbsfähig wie Los Guanches oder Unión de Luchadores de Gáldar. Adargoma wurde als eigenständiger Verein erst im März 1945 gegründet[1].
Daher kommt der Autor zu dem Schluss, dass Los Guanches de Arucas, die seit Anfang 1943 organisiert und 1946 registriert waren, die Kriterien für das älteste Lucha-Canaria-Team auf Gran Canaria erfüllen. Die traditionelle Zuschreibung an Adargoma erklärt sich laut Falcón Falcón, José Roque, durch dessen kontinuierliche Teilnahme am Wettkampfbetrieb nach dem Rückzug anderer Teams, nicht aber durch größere historische Tiefe[1].
