Arzt und erster Präsident der Ärztekammer
Städtischer Arzt und erster Präsident des Colegio de Médicos de las Canarias Orientales. Er versorgte Arme, beteiligte sich an gemeinsamen ärztlichen Initiativen und an der Gründung von El Museo Canario.
Arzt und erster Präsident der Ärztekammer · …–1903
Arzt und erster Präsident der Ärztekammer
Städtischer Arzt und erster Präsident des Colegio de Médicos de las Canarias Orientales. Er versorgte Arme, beteiligte sich an gemeinsamen ärztlichen Initiativen und an der Gründung von El Museo Canario.
Antonio Jiménez Suárez war Arzt in Las Palmas und der erste Präsident des Colegio de Médicos de las Canarias Orientales. Seine belegte Laufbahn umfasste den städtischen Gesundheitsdienst, die berufliche Organisation der Ärzte und die Mitarbeit in wissenschaftlichen Vereinigungen. Er gehörte zu den Gründern von El Museo Canario. Das Inventar des Historischen Provinzarchivs und die Geschichte der Ärztekammer nennen 1903 als sein Todesjahr. Ein Geburtsdatum oder Geburtsort lässt sich aus den konsultierten Quellen nicht zuverlässig bestimmen.
Die städtischen Unterlagen beschreiben seine Ernennung zum fest angestellten Arzt zweiter Kategorie im Jahr 1891. Die Stelle war durch den Tod von Luis Navarro Pérez frei geworden. Der Vertrag galt für acht Jahre und sah eine Vergütung von 1.250 Peseten vor. Eine weitere Akte enthält Monatsberichte über seine Tätigkeit zwischen Juli 1898 und Mai 1899. Darin werden Besuche, Verschreibungen, Untersuchungen, Diagnosen, Bescheinigungen und Impfungen für die Armen der Stadt erfasst. Die archivische Beschreibung nennt damit konkrete Arbeitsbereiche und nicht nur die Bezeichnung seiner Stelle.
Für 1901 ist er unter den städtischen Ärzten verzeichnet, die eine Verlängerung ihrer Verträge beantragten. Zu ihnen gehörten außerdem Carlos Navarro Ruiz, José Champsaur Sicilia und Federico León García. Mit seinem Tod wurde die Stelle erneut frei. Das Inventar verzeichnet auch die darauf folgende vorläufige Ernennung von Enrique Morón Garnica. Diese Unterlagen erschließen eine zeitliche Abfolge seiner Arbeit im kommunalen Gesundheitsdienst. Einzelne medizinische Eingriffe, die nicht unmittelbar in den Originalakten überprüft wurden, werden ihm dabei nicht zugeschrieben.
Seine Tätigkeit in ärztlichen Vereinigungen begann vor der Gründung der Kammer. Die historische Untersuchung von Pedro C. Quintana Andrés nennt ihn als Schatzmeister der 1885 gebildeten medizinischen Akademie unter dem Vorsitz von Domingo José Navarro. Dieselbe Studie zählt ihn zusammen mit Federico León und Cristóbal Quevedo zu den Ärzten, die 1892 die Casa de Salud finanzierten. Diese Einrichtung befand sich an der Plaza de Santo Domingo. Sie sollte Patienten anziehen und zur Entwicklung von Las Palmas als Gesundheitsstation beitragen. Die Initiative war eine gemeinsame Unternehmung und keine alleinige Gründung von Jiménez.
Bei der Organisation des Colegio de Médicos de las Canarias Orientales leitete er den vorläufigen Ausschuss; Casimiro Cabrera war dessen Sekretär. Die Erfassung der Ärzte und die Wahlen von 1901 führten zum ersten Vorstand. Jiménez erhielt vierzehn Stimmen für das Präsidentenamt. Die Vereinigung umfasste Ärzte mehrerer Inseln des östlichen Zuständigkeitsgebiets. Ihre institutionelle Geschichte verbindet seinen Tod mit dem anschließenden Rückgang der Kammeraktivität. Seine Biografie vereint somit Patientenversorgung, berufliche Organisation und wissenschaftliche Zusammenarbeit, die auch durch seine Mitwirkung an der Gründung des Museums belegt ist.