Vicente Álvarez Pedreira
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Rechtsanwalt und ehemaliger Präsident der Junta de Canarias

Vicente Álvarez Pedreira leitete die Junta de Canarias von Juni 1980 bis Juni 1981.

Frühe Jahre

Vicente Álvarez Pedreira, geboren 1933, war Jurist und engagierte sich während der politischen Übergangsphase Spaniens nach dem Ende des vorherigen Regimes im öffentlichen Leben. Er wurde in der ersten demokratischen Legislaturperiode Spaniens als Senator für Teneriffa gewählt und war damit Teil der nationalen Vertretung zu einer Zeit, in der Spanien seine institutionellen Strukturen neu ordnete. Seine parlamentarische Tätigkeit fiel mit der Schaffung neuer Verwaltungsstrukturen für die Regionen zusammen, insbesondere auf den Kanarischen Inseln, wo vor der Einführung der vollen Autonomie ein präautonomes Regime eingerichtet wurde.

Historische Rolle

Am 11. Juni 1980 dokumentierte der Senat offiziell seine Ernennung zum Präsidenten der Junta der Kanarischen Inseln, nachdem er vom Plenum der Junta gewählt worden war. Seine Amtszeit als Präsident dauerte vom 9. Juni 1980 bis zum 12. Juni 1981 und lag zwischen den beiden Amtszeiten von Fernando Bergasa. In diesem Zeitraum fungierte die Junta der Kanarischen Inseln als präautonomes Organ gemäß dem Königlichen Gesetzesdekret 9/1978, das am 17. März 1978 verabschiedet wurde. Diese Regelung sah die Junta als Institution mit einem Plenum und einem Ständigen Rat vor, wobei der Präsident vom Plenum gewählt wurde. Zu den Aufgaben der Junta gehörten die interne Organisation, die Verwaltung der vom Staat übertragenen Dienste, die Wahrnehmung der besonderen Interessen der Kanarischen Inseln und die Unterbreitung von Vorschlägen an die Zentralregierung. Zu diesem Zeitpunkt handelte es sich noch nicht um eine autonome Regierung im vollen Sinne, da das Autonomiestatut der Kanarischen Inseln erst am 16. August 1982 nach seiner Verabschiedung durch das Organgesetz 10/1982 am 10. August desselben Jahres in Kraft trat.

Die Präsidentschaft von Álvarez Pedreira fand in diesem institutionellen Rahmen statt, in dem die Junta über begrenzte Befugnisse verfügte und als Vermittler zwischen dem Staat und der kanarischen Gesellschaft in Fragen der Organisation und Verwaltung übertragener Zuständigkeiten agierte. Die Tätigkeit der Junta diente dazu, den Kanarischen Inseln vor der Schaffung endgültiger autonomer Institutionen eine eigene Verwaltung zu geben. Mit Inkrafttreten des Autonomiestatuts wurden das Parlament, die Regierung und das Präsidium der Kanarischen Inseln geschaffen, die jeweils andere Aufgaben und Wahlverfahren als in der präautonomen Phase hatten. Die Übergangsbestimmungen des Statuts sahen die Auflösung der vorautonomen Institutionen vor, sobald die Organe der autonomen Gemeinschaft gewählt waren.

Vermächtnis

Vicente Álvarez Pedreira verstarb 2002. Im Jahr 2010 verlieh ihm das Parlament der Kanarischen Inseln posthum die Goldmedaille im Rahmen einer Ehrung für die vier ehemaligen Präsidenten der Junta der Kanarischen Inseln. Diese institutionelle Anerkennung erfolgte mehrere Jahre nach seinem Tod und richtete sich an jene, die während der präautonomen Phase das Amt des Präsidenten innehatten. Álvarez Pedreira ist in der institutionellen Geschichte der Kanarischen Inseln für seine Mitwirkung in den repräsentativen Strukturen der Region während einer Phase des politischen Übergangs verzeichnet, wobei er seine Aufgaben im Rahmen der damals geltenden gesetzlichen und institutionellen Bestimmungen der Junta der Kanarischen Inseln erfüllte.

Zeitleiste

  1. 1980Ernennung zum Präsidenten der Junta de Canarias.
  2. 2010Posthume Verleihung der Goldmedaille des Parlaments.

Quellen und Abgleich