Luis de la Cruz y Ríos
ContemporáneaKunst18. JahrhundertKanarische Porträtmalerei zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert

Maler, Porträtist und Miniaturist

Luis de la Cruz y Ríos war ein 1776 in Puerto de la Cruz geborener und 1853 in Antequera verstorbener Maler, Porträtist und Miniaturist. Zunächst bei seinem Vater und Juan de Miranda ausgebildet, entwickelte er eine Laufbahn zwischen den Kanarischen Inseln und dem Madrider Hof, wo er zum Ehrenhofmaler Ferdinands VII. ernannt wurde.

Frühe Jahre

Als Sohn des Malers Manuel Antonio de la Cruz erhielt er von ihm seine ersten Unterweisungen und setzte seine Ausbildung bei Juan de Miranda fort. Ende des 18. Jahrhunderts arbeitete er auf Gran Canaria, wo er Kathedralgemälde kopierte und Porträts schuf. Dieser frühe Aufenthalt brachte ihn mit dem künstlerischen Erbe einer anderen Insel und mit dem Bildhauer José Luján Pérez in Kontakt.

Historische Rolle

Porträt und Miniatur bildeten den Kern seines Werks. Die sorgfältige Technik der Elfenbeinarbeiten widmete sich sowohl der Physiognomie als auch der Wiedergabe von Schmuck und Stoffen und ermöglichte ihm Aufträge ziviler, kirchlicher und aristokratischer Auftraggeber. Außerdem schuf er religiöse Gemälde für die Pfarreien Nuestra Señora de la Peña de Francia in Puerto de la Cruz und Arrecife.

Vermächtnis

Seine Tätigkeit war nicht ausschließlich künstlerisch. 1800 trat er den kanarischen Milizen bei, war während des Unabhängigkeitskriegs Bürgermeister von Puerto de la Cruz und unterrichtete Zeichnen an der mit dem Consulado del Mar von La Laguna verbundenen Schule. Nach seiner Niederlassung in Madrid 1815 gelangte er an den Hof Ferdinands VII. und schuf Porträts der Königsfamilie, die sich heute unter anderem im Prado befinden.

Zeitleiste

  1. 1776Geboren in Puerto de la Cruz, Teneriffa.
  2. 1800Tritt den kanarischen Milizen bei.
  3. 1807Wird zum Bürgermeister von Puerto de la Orotava ernannt.
  4. 1815Lässt sich in Madrid nieder und beginnt die mit dem Hof verbundene Phase.
  5. 1853Stirbt in Antequera, Málaga.

Quellen und Abgleich