José Miguel Alzola
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Rechtsanwalt, Historiker und Denkmalpfleger

José Miguel Alzola González (1913–2014) war Rechtsanwalt und Historiker aus Gran Canaria. Von 1972 bis 1987 leitete er El Museo Canario als Präsident. Er erforschte die Lokalgeschichte und Ethnografie und erhielt 1999 den Premio Canarias für historisches Erbe.

Frühe Jahre

José Miguel Alzola González wurde am 24. März 1913 in Las Palmas de Gran Canaria geboren. Er studierte Rechtswissenschaften an der Universidad de La Laguna und trat 1949 der Rechtsanwaltskammer von Las Palmas bei. Neben seiner juristischen Tätigkeit erforschte er die Geschichte der Kanarischen Inseln, insbesondere Gran Canarias und seiner Hauptstadt.

Historische Rolle

Biografien, Kunstgeschichte und Ethnografie standen im Mittelpunkt seiner Forschungen. Er schrieb über Chano Corvo, Juan de Quesada, Salvador Cuyás und Víctor Grau-Bassas und untersuchte die Bräuche und Stadträume der Insel. El Museo Canario hebt den zugänglichen und lebendigen Stil seiner biografischen Werke hervor.

Zu seinen Büchern gehören Iconografía de la Virgen del Pino (1960), La rueda en Gran Canaria (1968), La Cueva Pintada de Gáldar (1974), gemeinsam mit Antonio Beltrán Martínez verfasst, und El millo en Gran Canaria (1984). Sie zeigen die Vielfalt seiner Interessen: das künstlerische und archäologische Erbe, die materielle Kultur und die Traditionen der Insel.

1952 wurde er ordentliches Mitglied von El Museo Canario und trat im folgenden Jahr dessen Vorstand bei. Von 1972 bis 1987 war er Präsident der Institution. Während seiner Amtszeit wurden die Ausstellungsräume neu gestaltet und auf die vorspanische Geschichte Gran Canarias ausgerichtet. Als Provinzdelegierter für die Schönen Künste förderte er den Schutz von Denkmälern und die Herrichtung archäologischer Stätten.

Für seine Arbeit erhielt er 1999 den Premio Canarias für historisches Erbe sowie die Ehrentitel Hijo Predilecto von Las Palmas de Gran Canaria und Gran Canaria. Er starb am 6. Mai 2014 in seiner Geburtsstadt.

Vermächtnis

Zu seinem Vermächtnis gehört die Dokumentensammlung, die er im Laufe seines Lebens zusammenstellte und 1995, 1996 und 2003 bei El Museo Canario hinterlegte. Die 2021 aktualisierte Archivbeschreibung verzeichnet 90 Archivkartons mit persönlichen Unterlagen, Korrespondenz, Forschungsmaterialien, Berichten zum Kulturerbe sowie Unterlagen zu Domingo Déniz Grek und zum Majorat von Arucas. Nach seinem Tod ging die Sammlung entsprechend seinen Wünschen in das Eigentum des Museums über.

Zeitleiste

  1. 191324. März 1913Geburt in Las Palmas de Gran Canaria.
  2. 1949Beitritt zur Rechtsanwaltskammer von Las Palmas.
  3. 1952Wird ordentliches Mitglied von El Museo Canario.
  4. 1953Tritt dem Vorstand von El Museo Canario bei.
  5. 1960Veröffentlicht Iconografía de la Virgen del Pino.
  6. 1972Beginn seiner Präsidentschaft von El Museo Canario.
  7. 1974Veröffentlicht La Cueva Pintada de Gáldar mit Antonio Beltrán Martínez.
  8. 1987Ende seiner Präsidentschaft von El Museo Canario.
  9. 1995Erste Hinterlegung seiner Dokumentensammlung bei El Museo Canario.
  10. 1999Erhält den Premio Canarias für historisches Erbe.
  11. 20146. Mai 2014Stirbt in Las Palmas de Gran Canaria.

Quellen und Abgleich