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César Manrique
Zeitgenössische Ära (19.-21. Jahrhundert) Kunst 20. Jahrhundert Visionär der Kunst und Ökologie

Künstler, Architekt und Ökologe aus Lanzarote. Er verwandelte Lanzarote in ein Modell nachhaltiger Entwicklung und verschmolz Kunst, Natur und Architektur.

César Manrique wurde 1919 in Arrecife de Lanzarote geboren. Er studierte an der Königlichen Akademie der Schönen Künste San Fernando in Madrid und hatte eine glänzende Karriere als Avantgarde-Maler in der spanischen Hauptstadt. Mitte der 1960er Jahre lebte er in New York, wo er Künstler wie Andy Warhol kennenlernte und mit der internationalen Kunstwelt in Kontakt trat. Aber 1966 traf er eine Entscheidung, die sein Leben und das von Lanzarote verändern sollte: die Rückkehr auf seine Heimatinsel.

Während der Massentourismus die Küsten anderer Inseln mit Betonblöcken und Neonstraßen verwüstete, wurde Manrique zum Hüter Lanzarotes. Er arbeitete Seite an Seite mit dem Inselrat, um Bauvorschriften einzuführen, die hohe Gebäude verboten, Farben regulierten (Weiß, Blau, Grün und vulkanisches Schwarz) und die Landschaft schützten. Gleichzeitig schuf er Kunsträume, die in die Vulkanlandschaft integriert waren: der Kaktusgarten, das Jameos del Agua, der Mirador del Río, die Jameos del Fuego. Jedes Werk war gleichzeitig Kunst, Architektur und Ökologie.

Manrique starb 1992 bei einem Verkehrsunfall, nur wenige Kilometer von seinem Haus in Haría entfernt. Lanzarote wurde 1993 zum UNESCO-Biosphärenreservat erklärt, eine Anerkennung, die er jahrzehntelang angestrebt hatte. Die César-Manrique-Stiftung, in seinem ehemaligen Wohnhaus über fünf vulkanischen Blasen errichtet, bewahrt sein Vermächtnis und seine Werke. Sein Einfluss reicht weit über Lanzarote hinaus: Er ist das globale Modell dafür, wie Tourismus und Landschaftsauthentizität koexistieren können.

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