ContemporáneaLiteratur20. JahrhundertKanarische Lyrik des 20. Jahrhunderts

Dichterin, Erzählerin und Liedtexterin

Pino Betancor Álvarez war eine am 28. April 1928 in Sevilla geborene Dichterin, Erzählerin und Liedtexterin. Sie starb am 3. Januar 2003 in Las Palmas de Gran Canaria. Ihr durch Leben und Laufbahn mit den kanarischen Literaturen verbundenes Werk vereinte Liebeslyrik, intime Erfahrung und soziale Sorge.

Frühe Jahre

Pino Betancor wurde in Sevilla geboren, aber in Madrid registriert und wuchs dort bei ihren Adoptiveltern auf. Ihre Ausbildung umfasste Englisch und Französisch; schon früh interessierte sie sich für Schreiben, Tanz, Gesang und Theater. Mit vierzehn versammelte sie ihre Verse in einem Heft mit dem Titel Primeros poemas.

Historische Rolle

1950 reiste sie nach Gran Canaria, um ihre väterliche Familie kennenzulernen, und traf dort den Dichter José María Millares Sall, den sie zwei Jahre später heiratete. Das Paar arbeitete an der Zeitschrift Planas de poesía mit. Nach einer Zeit in Madrid kehrte Betancor 1974 nach Las Palmas de Gran Canaria zurück und veröffentlichte von dort aus weiter und nahm am kanarischen Literaturleben teil.

Vermächtnis

Ihr erster Gedichtband Manantial de silencio erschien 1951. Es folgten unter anderem Cristal, Los caminos perdidos, Las moradas terrestres, Las oscuras violetas und Nada más que esa luz. Die Academia Canaria de la Lengua benennt Liebe und soziale Sorge als die zwei beständigen Kerne ihrer Lyrik. Nach ihrem Tod förderten La memoria encendida und neue Gesamtausgaben die kritische Wiederentdeckung ihrer Stimme.

Zeitleiste

  1. 1928Geboren in Sevilla.
  2. 1950Reist nach Gran Canaria und lernt José María Millares Sall kennen.
  3. 1951Veröffentlicht Manantial de silencio, ihren ersten Gedichtband.
  4. 1974Kehrt nach Las Palmas de Gran Canaria zurück.
  5. 2003Stirbt in Las Palmas de Gran Canaria.

Quellen und Abgleich