
Bildhauer
Martín Chirino war ein in Las Palmas de Gran Canaria geborener Bildhauer, verbunden mit der Erneuerung der spanischen Nachkriegsskulptur und einem Werk, das von Schmiedeeisen, der Spirale und atlantisch-kanarischer Identität geprägt ist.
Bildhauer · 1925–2019

Bildhauer
Martín Chirino war ein in Las Palmas de Gran Canaria geborener Bildhauer, verbunden mit der Erneuerung der spanischen Nachkriegsskulptur und einem Werk, das von Schmiedeeisen, der Spirale und atlantisch-kanarischer Identität geprägt ist.
Martín Chirino wurde 1925 in Las Palmas de Gran Canaria geboren. Er starb 2019 in Madrid. Das Museo Reina Sofía verortet seine bildhauerische Laufbahn seit den 1950er Jahren und hebt seine Rolle bei der Erneuerung der plastischen Sprachen der Nachkriegszeit hervor, insbesondere durch seine Beteiligung als Gründungsmitglied der Gruppe El Paso im Jahr 1957.
Sein Werk entwickelte sich vor allem in Schmiedeeisen. Die Spirale erscheint als wiederkehrende formale Lösung, verbunden mit der Spannung zwischen Materie, Raum und Bewegung. In Serien wie Raíces, Vientos, Afrocán oder Penetrecan verband Chirino Bezüge zur Natur, zur realen Welt und zur vorspanischen kanarischen Kultur, ohne den Dialog mit der modernen spanischen und internationalen Skulptur aufzugeben.
Statt sein Werk als geschlossenes Identitätssymbol darzustellen, behandelt dieses Profil es als bildhauerische Forschung zwischen Tradition und Moderne. Seine Präsenz in der Sammlung des Museo Reina Sofía und die ihm gewidmete Retrospektive dieser Institution erlauben es, ihn als relevante Figur der mit den Kanaren verbundenen zeitgenössischen Skulptur einzuordnen.