ContemporáneaKunst20. JahrhundertAvantgardekunst

Maler, Dichter und Kunsttheoretiker

José Julio Rodríguez Hernández war ein in Los Llanos de Aridane geborener Maler, Dichter und Kunsttheoretiker. Sein frühes Engagement für die Abstraktion und seine Beteiligung an den Gruppen PIC und LADAC machen ihn zu einer Schlüsselfigur der kanarischen Avantgarde-Erneuerung der Nachkriegszeit.

Frühe Jahre

Er wurde am 13. Juli 1916 in Los Llanos de Aridane geboren. Sein Interesse am Zeichnen zeigte sich in der Kindheit, und seine Ausbildung führte über Schulen auf La Palma und Teneriffa. Der Bürgerkrieg unterbrach diesen Weg; nach der Rückkehr auf die Kanarischen Inseln begann er ein Jurastudium in La Laguna, das er zugunsten von Malerei und Lyrik aufgab.

Historische Rolle

1947 gehörte er zu den Künstlern der Ausstellung der Pintores Independientes Canarios im Círculo de Bellas Artes von Santa Cruz de Tenerife. Zusammen mit Juan Ismael verfasste er das Manifest der Gruppe, das den vorherrschenden Regionalismus zurückwies und eine unabhängige Praxis verteidigte. Er beteiligte sich auch an LADAC, einer Gruppe, die die Inseln mit zeitgenössischen Sprachen der Abstraktion verband.

Vermächtnis

Seine Ausstellung Arte absoluto 1949/50, die im März 1950 im Museo Canario gezeigt wurde, gilt nach der Forscherin Pilar Carreño als erste Ausstellung abstrakter Kunst auf den Kanarischen Inseln. Sein Werk durchlief figurative und abstrakte Phasen, während seine Schriften halfen, die Ziele der Inselavantgarde zu formulieren.

Zeitleiste

  1. 1916Geboren in Los Llanos de Aridane, La Palma.
  2. 1947Nimmt an der ersten PIC-Ausstellung teil und verfasst ihr Manifest mit Juan Ismael.
  3. 1950Beteiligt sich an der Gründung von LADAC und präsentiert Arte absoluto 1949/50 im Museo Canario.
  4. 1951Stellt mit LADAC in der Galerie Syra in Barcelona aus.
  5. 2002Stirbt in Madrid.

Quellen und Abgleich