Joapira
Originalbild herunterladen
Insel
El Hierro
Laufbahn
1989 gegründet

Kurzporträt

Joapira wurde 1989 in Tigaday, La Frontera (El Hierro), gegründet und trägt den Namen des alten Bergnamens, auf dem der Glockenturm der Pfarrei Nuestra Señora de Candelaria steht. Das Ensemble widmet sich der Bewahrung und Weitergabe der traditionellen Folklore von El Hierro und ist vor allem für seine Bühnenrekonstruktion des Baile del Fraile bekannt.

Verbundene Persönlichkeiten

  • Juan Fleitas
  • Manuel Pérez Rodríguez

Geschichte der Gruppe

Die Agrupación Folclórica Joapira wurde 1989 in Tigaday, La Frontera (El Hierro), gegründet, um die traditionelle Folklore von El Hierro zu retten, zu erforschen und weiterzugeben. Ihr Name stammt von Joapira (auch „Juapira“), dem alten Bergnamen, auf dem der Glockenturm der Pfarrei Nuestra Señora de Candelaria im Valle del Golfo steht. Von Anfang an sammelte die Gruppe mündliche Zeugnisse der Inselältesten, um verschwindende Repertoirestücke zu rekonstruieren, darunter den Baile del Fraile. Am 9. August 2014 feierte sie ihr 25-jähriges Bestehen mit einem Folkloretreffen auf der Plaza de Tigaday zusammen mit den Ensembles Taicares (El Pinar) und Guayacsanta (Los Realejos, Teneriffa), moderiert vom Lehrer und Folkloristen Manuel Pérez Rodríguez.

Warum sie wichtig ist

Joapira ist eines der repräsentativen Folkloreensembles von El Hierro und seit über dreieinhalb Jahrzehnten durchgehend aktiv in der Bewahrung des musikalischen Erbes der Gemeinde La Frontera. Die Rekonstruktion des Baile del Fraile aus der Erinnerung der Ältesten hebt die Gruppe innerhalb der Folklore von El Hierro hervor. Die Gruppe vertrat die Insel bei inselübergreifenden Treffen wie dem Festival Folclórico de Gran Canaria in Teror, wo sie 2016 als Vertreterin von El Hierro dokumentiert wurde. Juan Fleitas wurde in der Chronik ihres 25-jährigen Jubiläums als „die Seele der Gruppe“ beschrieben, da er über weite Strecken ihrer Geschichte als Antriebskraft und Forscher wirkte.

Stil und Repertoire

Das Repertoire von Joapira schöpft aus der traditionellen Folklore von El Hierro und den Kanaren: Tango herreño, Isas, Folías und weitere Tanzstücke, die typisch für die Wallfahrten und Feste der Insel sind, gespielt mit den charakteristischen Instrumenten der Folklore von El Hierro. Kennzeichnend ist die Bühnenrekonstruktion des Baile del Fraile, ein Stück, das aus dem üblichen Repertoire verschwunden war und das die Gruppe anhand mündlicher Überlieferungen und historischer Dokumentation rekonstruierte.

Weitergabe und Vermächtnis

Die Gruppe hält ihre Aktivität durch fortlaufende Teilnahme an Wallfahrten, insel- und inselübergreifenden Festen sowie Gedenkveranstaltungen wie ihrem 25-jährigen Jubiläum 2014 aufrecht, bei denen rekonstruierte Stücke vor neuen Generationen von Publikum und Mitgliedern aufgeführt werden. Joapira ist im Verzeichnis kanarischer Folkloregruppen der Enciclopedia Guanche erfasst, was ihre Anerkennung im Folklorenetzwerk der Inseln widerspiegelt. Es wurden keine veröffentlichte Discografie oder Einträge in der Biblioteca Nacional de España zur Gruppe gefunden.

Wichtige Stationen

  1. Gründung in Tigaday

    Die Agrupación Folclórica Joapira wird in Tigaday, La Frontera (El Hierro), gegründet und benannt nach dem Bergnamen des Glockenturms von Nuestra Señora de Candelaria.

  2. Wiederentdeckung des Baile del Fraile

    Die Gruppe rekonstruiert den Baile del Fraile, ein aus dem Repertoire verschwundenes Stück, anhand mündlicher Überlieferungen der Inselältesten und historischer Dokumentation.

  3. 25-jähriges Jubiläum auf der Plaza de Tigaday

    Am 9. August 2014 feiert Joapira ihr 25-jähriges Jubiläum mit einem Folkloretreffen auf der Plaza de Tigaday zusammen mit Taicares (El Pinar) und Guayacsanta (Los Realejos), moderiert von Manuel Pérez Rodríguez, wobei Juan Fleitas als „die Seele der Gruppe“ gewürdigt wird.

  4. Vertretung El Hierros beim Festival Folclórico de Gran Canaria

    Joapira nimmt als Vertreterin von El Hierro an der 25. Ausgabe des Festival Folclórico de Gran Canaria in Teror teil, gemeinsam mit Ensembles der anderen Inseln.

Quellen und Links