Surrealistischer Maler, geboren in San Cristóbal de La Laguna, Erfinder der Dekalkomanie-Technik. Eine bedeutende Persönlichkeit des internationalen Surrealismus.
Óscar Domínguez wurde 1906 in La Laguna geboren, in einer Familie, die nach Paris emigrierte, als er noch ein Teenager war. Dort trat er in den surrealistischen Kreis um André Breton ein und wurde bald als eines seiner originellsten Mitglieder anerkannt. Seine Werke jener Zeit, geprägt von Visionen der Vulkanlandschaft Teneriffas, in ein Traumuniversum transponiert, erregten die Aufmerksamkeit der Großen der Bewegung: Salvador Dalí, Max Ernst und Breton selbst hielten ihn für ein Genie.
Sein bedeutendster technischer Beitrag war die Erfindung der Dekalkomanie im Jahr 1936, einer Technik, die darin bestand, feuchtes Gouache zwischen zwei Oberflächen zu pressen und sie zu trennen, wodurch zufällige Texturen entstanden, die Mondlandschaften, Eingeweide oder unerforschte Gebiete andeuteten. Die Technik wurde von anderen surrealistischen Künstlern übernommen und wurde zu einem der einflussreichsten Verfahren der Bewegung. Domínguez pflegte auch Skulptur, surrealistische Objekte und Design.
Sein Privatleben war von Alkohol, Armut und Konflikten geprägt. 1957 starb er in Paris unter tragischen Umständen, praktisch allein und vom breiten Publikum vergessen, wenn auch nicht von der Kunstwelt. Er wurde Jahrzehnte später wiederentdeckt, und heute sind seine Werke in Museen auf der ganzen Welt vertreten. Teneriffa erkennt ihn als einen seiner illustriersten Söhne an: Der kulturelle Raum Óscar Domínguez auf Teneriffa trägt seinen Namen.