Rechtsanwalt und Politiker aus Gran Canaria, erster Präsident der Regierung der Kanarischen Inseln nach der Autonomie 1982. Er kämpfte für die kanarischen Rechte.
José Miguel Galván Bello wurde 1904 in Las Palmas de Gran Canaria geboren. Als Rechtsanwalt von Beruf bekannte er sich von Jugend an zu republikanischen und autonomistischen Ideen. Während der Zweiten Republik war er ein aktiver Verteidiger der kanarischen Interessen im Parlament. Die franquistische Diktatur unterbrach seine politische Tätigkeit für Jahrzehnte, aber mit dem Beginn der demokratischen Transition trat Galván Bello als eine der respektiertesten Figuren des Archipels hervor, bekannt für seine Standhaftigkeit und Integrität.
Er wurde bei den ersten demokratischen Wahlen 1977 als Senator für Gran Canaria gewählt und beteiligte sich aktiv an der Aushandlung des Autonomiestatuts der Kanarischen Inseln, das 1982 verabschiedet wurde. Im selben Jahr wurde er zum ersten Präsidenten der Regierung der Kanarischen Inseln gewählt, ein Amt, das er bis 1983 ausübte. Seine Präsidentschaft war kurz, aber symbolisch: Sie stellte die Krönung jahrzehntelanger Kämpfe für die Anerkennung der Eigenheit des Archipels innerhalb des spanischen Staates dar.
Er wurde mit der Goldmedaille der Kanarischen Inseln und anderen institutionellen Ehrungen ausgezeichnet. Er starb 1993 im Alter von neunundachtzig Jahren, nachdem er die Festigung des autonomen Regimes miterlebt hatte, zu dessen Aufbau er beigetragen hatte. Sein Name steht für die erste Generation kanarischer Demokraten, die die Autonomie möglich machten, und seine Figur wird bei institutionellen Veranstaltungen der Regierung der Kanarischen Inseln geehrt.