Zurück zu den Persönlichkeiten
Andrés Sánchez Robayna
Zeitgenössische Ära (19.-21. Jahrhundert) Literatur 20. Jahrhundert Zeitgenössischer Dichter und Essayist

Kanarischer Dichter, Essayist und Übersetzer. Professor für Literatur und eine der bedeutendsten Stimmen der zeitgenössischen spanischen Dichtung.

Andrés Sánchez Robayna wurde 1952 in Las Palmas de Gran Canaria geboren. Von früh auf zeigte er eine literarische Berufung, die sowohl mit der Tradition der westlichen Dichtung — von Góngora bis Mallarmé — als auch mit der vulkanischen, leuchtenden Landschaft der Inseln verbunden war. Er studierte Hispanische Philologie und promovierte an der Universität Barcelona, wo er in Kontakt mit den innovativsten poetischen Bewegungen der 1970er Jahre kam. Er kehrte nach Kanarische Inseln zurück, um als Professor für Spanische Literatur an der Universität La Laguna zu wirken.

Sein poetisches Werk ist auf dem Dialog zwischen Licht, Stille und Wort aufgebaut. Bücher wie En el cuerpo del mundo (2004) oder El libro, tras la duna (2002) erkunden die sinnliche Erfahrung des Archipels und die Beziehung zwischen dem Gedicht und dem Akt des Erkennens. Sánchez Robayna hat auch eine außerordentlich breite Essay- und Übersetzungsarbeit geleistet: Er hat grundlegende Dichter wie Rimbaud, Leopardi, Paul Celan und Wallace Stevens ins Spanische übertragen und sie mit philologischer Sorgfalt und literarischer Brillanz in den hispanischen Kulturraum eingeführt.

Er ist einer der international meistübersetzten und angesehensten spanischen Dichter. Er erhielt den Nationalen Kritikerpreis, den Canarias-Literaturpreis und zahlreiche internationale Auszeichnungen. Seine Anthologien und Essays haben eine Vision der kanarischen Dichtung als atlantisches Phänomen von universeller Ausstrahlung geprägt. Mit über siebzig Jahren publiziert er weiterhin, unterrichtet und ist eine zentrale Stimme in der literarischen Debatte auf Spanisch.

Die Kanarischen Inseln

Insel entdecken