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Beatriz de Bobadilla
Eroberungs- und Kolonialzeit (1402-1821) Politik 15. Jahrhundert Herrin von La Gomera

Herrin von La Gomera, bekannt für ihre Beziehung zu Christoph Kolumbus und ihre autoritäre Herrschaft über die Insel. Eine romantische Legende der Kanarischen Inseln.

Beatriz de Bobadilla y Ulloa wurde um 1462 in Medina del Campo geboren. Als Hofdame der Königin Isabella I. zog ihre Schönheit und ihr Charakter die Aufmerksamkeit von König Ferdinand auf sich, was die eifersüchtige Königin löste, indem sie sie als Gemahlin von Hernán Peraza dem Jüngeren, Herrn von La Gomera, schickte. Beatriz kam 1482 auf die Insel und regierte diese nach der Ermordung ihres Mannes in einem gomerischen Aufstand (1488) jahrelang mit eiserner Faust.

Ihre Herrschaft war gnadenlos: Sie schlug den gomerischen Aufstand mit unbarmherziger Rache nieder und ließ Hunderte von Inselbewohnern hängen oder versklavte sie. Geschichte und Legende stellen sie als Gouverneurin von heftigem Temperament dar, die harte Entscheidungen ohne Zögern treffen konnte. In diesen Jahren machte Christoph Kolumbus auf seiner ersten Reise (1492) in La Gomera Halt. Die Legende beharrt auf einer romantischen Beziehung zwischen beiden, obwohl die historischen Dokumente nur die Versorgung der Flotte belegen.

1498 heiratete sie Alonso Fernández de Lugo, Eroberer von Teneriffa und La Palma, und vereinte damit die beiden wichtigsten Herrschaften des Archipels. Sie starb 1501. Ihre Figur schwankt zwischen Bewunderung für ihre Stärke und Verurteilung für ihre Grausamkeit. Sie ist zweifellos eine der mächtigsten und umstrittensten Frauen in der Geschichte der Kanarischen Inseln.

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