
Im Jahr 1460 wird die erste schriftliche Erwähnung des Einsatzes indigener kanarischer Sklaven in Sevilla verzeichnet, ein Ereignis, das den Beginn der systematischen Ausbeutung der indigenen Völker der Kanarischen Inseln während der Eroberungszeit widerspiegelt. Die vorspanische Bevölkerung der Kanarischen Inseln wurde gefangen genommen und auf europäischen Märkten, hauptsächlich auf der Iberischen Halbinsel, verkauft. Dieses Ereignis ist bedeutsam, da es den Beginn eines Kolonisierungs- und Versklavungsprozesses markiert, der die soziale und kulturelle Struktur der Inseln tiefgreifend veränderte. Der Handel mit indigenen kanarischen Sklaven hatte nicht nur verheerende Auswirkungen auf ihre Gemeinschaften, sondern setzte auch einen Präzedenzfall für zukünftige koloniale Praktiken im Atlantik. Dieses Ereignis unterstreicht die Brutalität der europäischen Expansion und die Integration der Kanarischen Inseln in die Handelsnetze der damaligen Zeit, wodurch ihre Rolle in der atlantischen Welt verändert wurde.