1635

Teilweise Ausweisung schwarzer Sklaven in einigen Gebieten der Kanarischen Inseln.

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Im Jahr 1635 erlebten die Kanarischen Inseln ein bedeutendes Ereignis in ihrer Kolonialgeschichte: die teilweise Ausweisung schwarzer Sklaven in einigen Gebieten des Archipels. Dieses Ereignis fand in einem Kontext wirtschaftlicher und sozialer Spannungen statt, die sich aus dem vorherrschenden Sklavensystem in der Region ergaben. Die kanarische Wirtschaft, die stark von der Exportlandwirtschaft, insbesondere Zucker, abhängig war, hatte seit dem 15. Jahrhundert afrikanische Sklavenarbeit genutzt. Schwankungen der Zuckerpreise und internationaler Druck gegen den Sklavenhandel führten jedoch zu einer Umgestaltung der Arbeitsdynamik. Die teilweise Ausweisung von Sklaven im Jahr 1635 spiegelt diese Veränderungen wider, bedeutete jedoch nicht das Ende der Sklaverei auf den Inseln. Dieses Ereignis unterstreicht die Komplexität der kolonialen Wirtschaft und sozialen Spannungen auf den Kanarischen Inseln sowie den Beginn eines langsamen Prozesses zur endgültigen Abschaffung der Sklaverei im 19. Jahrhundert.