Mangel an digitalen Ressourcen für kanarische Kunst in der Sekundarstufe
Ein zentrales Problem beim Unterricht der Geschichte der kanarischen Kunst in der Sekundarstufe ist der Mangel an spezifischen und angepassten digitalen Ressourcen. Trotz der Fortschritte in der Bildungstechnologie und zahlreicher digitaler Materialien für andere Fächer bleibt die kanarische Kunst in den digitalen Katalogen und Repositorien der Schulen weitgehend unterrepräsentiert[1].
Die Analyse von Tamara Santos Martín zeigt, dass das Fehlen eines Mindestcurriculums für kanarische Kunst in der Sekundarstufe und im Abitur die Verfügbarkeit und Qualität digitaler Ressourcen direkt beeinflusst. Viele der vorhandenen Materialien wurden von autonomen Organisationen oder Museen erstellt, richten sich jedoch an ein allgemeines Publikum und sind nicht ausreichend didaktisch für den schulischen Kontext aufbereitet[1].
Die meisten digitalen Ressourcen zur kanarischen Kunst sind konventionell und bestehen hauptsächlich aus digitalisierten Versionen traditioneller Printmaterialien wie Lehrbüchern, Bildern oder Textkommentaren. Dadurch werden die interaktiven und kollaborativen Möglichkeiten moderner Technologien nicht voll ausgeschöpft, was das Potenzial für aktives und bedeutungsvolles Lernen der Schüler einschränkt[1].
Darüber hinaus fehlt es an einer systematischen Organisation der digitalen Ressourcen zur kanarischen Kunst. Die im Internet gefundenen Materialien folgen keiner logischen, chronologischen oder stilistischen Ordnung. Dies führt zu Lücken in bestimmten Epochen oder künstlerischen Ausdrucksformen und umgekehrt zu einer Überfülle an Materialien zu bestimmten Perioden oder Persönlichkeiten wie der Aboriginenzeit oder Künstlern wie Óscar Domínguez oder César Manrique[1].
Der Mangel an spezifischen digitalen Ressourcen für kanarische Kunst wird durch die bestehende digitale Kluft auf den Kanaren und die unzureichende Ausbildung der Lehrkräfte im Umgang mit IKT im Unterricht verschärft. Obwohl Projekte zur Integration von Technologie in den Unterricht entwickelt wurden, verfügen viele Schulen immer noch über begrenzte und veraltete Ressourcen, und die Konnektivität ist in einigen Regionen weiterhin schlecht[1].
Die Einstellungen der Lehrkräfte gegenüber IKT sind unterschiedlich; während einige Autonomie und Kreativität im Umgang mit digitalen Ressourcen zeigen, äußern andere Zurückhaltung oder Desinteresse, was die notwendige methodische Innovation zur Nutzung der Technologie im Kunstunterricht behindert[1].
Zusammenfassend stellt der Mangel, die Unordnung und die fehlende Aktualisierung digitaler Ressourcen zur kanarischen Kunst in der Sekundarstufe ein erhebliches Hindernis für deren Vermittlung dar. Die Bewältigung dieser Herausforderung erfordert die Erstellung systematischer und angepasster Kataloge sowie eine verstärkte Ausbildung und Koordination zwischen Bildungs- und Kultureinrichtungen[1].
